Das Pfarrhaus wird baugeschichtlich als eines der interessantesten Wohnhäuser von Naters angesehen. Der Wohnturm im Osten stammt aus dem 12. Jahrhundert und ist der älteste Teil des Gebäudes. An dessen Westseite hatte 1461 Pfarrer Wilhelm Uff der Eggen ein hölzernes Haus mit steinernem Sockel bauen lassen. Erst 1661 wurde die Nordwestecke in den Bau mit einbezogen und das spätmittelalterliche Holzhaus mit einer Mauer verkleidet. Dadurch erhielt das Bauwerk einen sonderbar ambivalenten Charakter, der bei der Restaurierung 1974/75 unter der Aufsicht der Eidgenössischen und Kantonalen Denkmalpflege noch hervorgehoben wurde, so dass heute die rustikal anmutende Ostseite im Kontrast zu der fein verputzten Westseite steht.
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