Die Kirche wurde erstmals 1018 erwähnt, doch kennt man weder ihre damalige Lage, noch ihre Ausmasse. In der zweiten Hälfte des 12. Jh. wurde Naters endgültig dem Bistum Sitten zugesprochen.
Die heutige Kirche wurde 1659-64 von Balthasar und Peter Bodmer im frühbarocken Stil erbaut. Die Vorhalle stammt ebenfalls von den Brüdern Bodmer und wurde 1670 errichtet. Fünf Jahre später fand die Kirchweihe statt.
Bei den Erdbeben 1755 und 1756 stürzte der hintere Teil des Kirchengewölbes ein und zertrümmerte Orgel, Stühle und Portal.
1977-80 wurden umfassende Aussen- und Innenrestaurierungen unter der Aufsicht der Eidgenössischen und Kantonalen Denkmalpflege vorgenommen.
Beschreibung
Aussenarchitektur
Der Grundriss der Kirche besteht aus einem Mittelschiff mit kleinen Seitenkapellen und abschliessendem Polygonalchor. Die helle Kirchenfassade wird mit kleinen, giltsteinern gerahmten Fenstern unter Sprenggiebeln gegliedert. Am auffälligsten ist jedoch der Kirchturm, der im 12. Jh. zuerst im romanischen Stil erbaut wurde, bis er dann 1514 seine dekorative Fassung mit gotischer Kirchturmspitze erhielt. In den Jahren 1977-1980 erfolgte die Gesamtrestaurierung von Kirche und Turm. Der Turm wurde mit Doppelfenstern durchbrochen, die von schwarz bemalten Bogenfeldern umrahmt werden.
Innenarchitektur
Der Saalbau mit seinem Stichkappengewölbe wird durch eine toskanische Ordnung in drei Joche gegliedert. Der polygonale Chor weist ein Fächergewölbe auf. Der Hochaltar bildet zusammen mit den vier Seitenaltären eine eindrückliche Altarfront. Die äusseren Altäre: Dreifaltigkeitsaltar (links) und der Rosenkranzaltar (rechts), stammen aus der Spätrenaissance, wohingegen die inneren Altäre: Hl.-Kreuz-Altar (rechts) und der Sebastiansaltar (links), der Barockzeit angehören. Das zweiteilige Spätrenaissance-Chorgestühl wurde 1665 aus Nussbaum gefertigt.
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