Naters scheint eine bevorzugte Stellung im Reigen der Oberwalliser Sagenwelt zu haben. Die Sagen finden ihren Ursprung entweder in der geschichtlichen Tradition oder in der Religion. Damals wurde an den "Abusitzen" das Neuste ausgetauscht, dem Kartenspiel gefrönt und mit Vorliebe "Bozugschichte" aus dem reichhaltigen, mündlich überlieferten Sagengut nacherzählt.
Hoch oben auf der Natischer Alpe, Lüsgen genannt, auf der Grenze des Aletschtales, findet man einen stark zerklüfteten Felsen, der zum Teil in grosse Platten zerspalten ist
Im Aletschtale, nahe beim Gletscher, soll einst ein vor Alter schwarzes Holzhäuschen gestanden haben, das eine fromme alte Witwe bewohnteSchoch, d'alt Schmidtjia spinnt noch
Als der Teufel bei seiner Wanderung zu Fuss aufs Glishorn setzte, war es gerade drei Uhr nachmittags und es ertönte das Vespergeläute von Naters herDer Teufelsschuss
Düster und unheimlich erschien der mächtige Ornavassoturm dem jungen Schäfer Gilg aus Mörel. Er beeilte sich, um möglichst schnell von ihm wegzukommenDie Feengrotte und die Liebste im Ornavassoturm
In einer Felsenhöhle östlich des Dorfes hauste ein furchtbarer Drache. Menschen und Tiere, die das Unglück hatten, in die Nähe seines Sitzes zu gelangen, waren unrettbar verloren