Wasser kann nicht nur nützlich, sondern auch zerstörerisch sein: So führten die Natischer jahrhundertelang einen unerbittlichen Kampf gegen den Rotten und die Wildbäche Kelchbach, Klosibach und Bruchji.
Die Geschichte verzeichnete für die Zeit von 1086 bis 1922 125 Hochwasserkatastrophen, die nur allein der Rotten verursacht hatte. Mit unablässigem Eifer versuchten die Natischer immer wieder das Wasser zu zähmen. Bis 1851 war jeder Eigentümer dafür Verantwortlich, dass beschädigte Dämme auf seinem Gut wieder hergestellt werden. Die 1851 eingeführte Munizipalgemeinde übernahm dann endgültig die gesamten Lasten für die Rhonedämme. Mit Hilfe von Bund und Staat erfolgte 1863-1876 und 1877-1884 in zwei Etappen die Rottenkorrektion. Dank dem Bau des Simplontunnels (ab 1898) wurde beschlossen 1899/1900 die endgültige Rottenkorrektion vorzunehmen. Doch nicht nur der Rotten, sondern auch der Kelchbach, der Klosibach und der Wildbach Bruchji richteten in Naters über Jahrhunderte hinweg verheerende Schäden an. Durch verschiedene Korrektionen wurde versucht die Wildbäche zu bändigen. Trotz dieser Massnahmen bleibt in Anbetracht auf die gewaltige Macht von Wasser immer eine kleine Ungewissheit übrig.